Podcast

137 Schmerzmanagement: Der neue Expertenstandard auf dem Prüfstand

Noch läuft die letzte Studienphase zum neuen Expertenstandard „Schmerz”. Doch bereits jetzt spricht der Medizinische Dienst Pflegeeinrichtungen an, ob der neue Standard bekannt ist und sich bereits in der Umsetzung befindet. Deshalb haben wir heute zwei Gäste eingeladen. Zum einen die Gesundheits- und Krankenpflegerin Stefanie Berger, die als Pflegewissenschaftlerin an der Studienerstellung beteiligt war, und zum anderen die examinierte Fachkraft Kerstin Dietze, die als Dauernachtwache arbeitet und Seminare zu den Expertenstandards anbietet. Sie sagen: Der neue Standard vereinfacht vieles und ermöglicht ein individuell angepasstes Schmerzmanagement. Erfahre hier komprimiert, was dich erwartet und was dir konkret bei der Behandlungspflege weiterhelfen wird.

136 Das etwas andere Pflegekonzept: Sekt statt Medikamente

In einem kleinen dänischen Pflegeheim namens Dagmarsminde findet sich immer ein Anlass zum Anstoßen! Doch hier wird nicht einfach ein „Stoff“ gegen einen anderen eingetauscht… Sondern die Geselligkeit, die Gemeinschaft ist Teil der Therapie und Betreuung der Demenzkranken, die dort in einer Art Wohngemeinschaft leben. Sie sollen sich geborgen und aufgehoben fühlen, so das Pflegemodell nach May Bjerre Eiby, der Gründerin und Heimleiterin. Beim Anstoßen, aber auch beim gemeinsamen Kaffeeklatsch, in den Armen der Pflegerinnen – und draußen in der Natur. Bei Born to Pflege ist heute Louise Detlefsen zu Gast, die die Gründerin, ihre Mitarbeiterinnen und natürlich die Bewohnerinnen und Bewohner anderthalb Jahre lang begleitet und daraus den Film „Mitgefühl“ realisiert hat. In Dänemark wird das Pflegemodell bereits kontrovers diskutiert. Denn auch dort erhalten dementiell Erkrankte im Schnitt 10 Medikamente pro Tag. In Dagmarsminde hingegen nur ein Medikament. Aber darf so ein Pflegekonzept sein? Dürfen professionell Pflegende umarmen, (eigene) Emotionen zeigen, dürfen sie von Herz zu Herz sprechen?   Am 23.09.2021 findet die deutsche Premiere des Films in Leipzig statt. 

135 Schein-Empathie statt in Kontakt kommen | Stolpersteine auf dem Weg zur verbindenden Kommunikation

Unser heutiger Gast, Krankenschwester und Kommunikationscoach Carina Schmid, hatte da mal eine Frage… Bereits in unserer ersten gemeinsamen Folge, nutzte sie ein praktisches Beispiel aus dem Krankenhausalltag. In unserer zweiten gemeinsamen Folge erzählt sie nun von einer ihrer Online-Fortbildungen. Der Ausgangspunkt für eine wilde Diskussion und spannende Rollenspiele mit unserem Moderator Tobias Gross über Werte, Ratschläge, Belehrungen und Bewertungen. Achtung: Sarkasmus und jede Menge Schein-Empathie inklusive!

134 Sich selbst Mitgefühl geben | Verbindende Kommunikation als Chance für Pflegeteams

Mit einem praktischen Beispiel aus dem Alltag einer Stroke Unit steigt Carina Schmid, Krankenschwester und Kommunikationscoach, in die heutige Folge von Born to Pflege ein. Denn das „Geschichten-Erzählen” ist für sie ein wichtiges Instrument, um zu erklären, dass es in Pflegeeinrichtungen ganz häufig um Regeln, um Strukturen und die Organisation an sich geht. Und weshalb genau deshalb vieles auch scheitert oder scheitern kann… Im Gespräch mit Tobias Gross zeigt sie, wie wir mit mehr Selbst-Mitgefühl eine andere Art von Gespräch mit anderen entwickeln können. Für mehr Frieden, Zusammenhalt und Freude im Pflegeteam!

133 Gefühlsarbeit in der Pflege | Emotionale Überforderung, Gewalt und Raucherpausen | Teil 2

Wenn das Gefühl, dass Pflegende zeigen und ihr inneres, eigenes Gefühl gar nicht miteinander im Einklang sind… Dann ist das nicht ungewöhnlich, sagt Gesundheits- und Krankenpflegerin, Mediatorin und Pflegeberaterin Marianne Huppenbauer in unserer heutigen Folge des Born to Pflege-Podcasts. Denn das Zeigen und Äußern „negativer Gefühle“ gerade gegenüber Schutzbefohlenen oder Klienten werden in der Gesellschaft ungern gesehen. Doch auf Dauer kann das Unterdrücken und Verdrängen von Wut, von Angst oder von Scham massive Konsequenzen haben, bis hin zum Burn-Out. Auch Zynismus, verbale und körperliche Gewalt, entwürdigende Videos und Bilder von Bewohner oder Patienten können Folge dieser „Selbst-Entfremdung“ sein. Im Gespräch mit Tobias Gross erläutert Marianne Huppenbauer, was jede Pflegekraft tun kann. Und jede Führungskraft tun sollte.

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